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  • Update vor dem Start

    Update vor dem Start

    Wozu sind Planungen da? Richtig, um sie zu ändern. Den Flug habe ich noch einmal umgebucht. Es gibt einen Flug früh am Morgen und das passt mir viel besser. Dadurch komme ich schon um 8:30 Uhr an und kann mir noch ein bisschen Palma ansehen, ich bin noch nie dort gewesen.

    An der Packliste haben sich auch noch ein paar Kleinigkeiten geändert. Es ist ja auch keine Expedition oder Weltreise. Außerdem ist Spanien kein Entwicklungsland.

    Die Wettervorhersage war in den letzten Tagen die reinste Wundertüte. Erst würde es von Tag zu Tag schlechter. Dieser Vorhersagetrend hat sich in den letzten zwei Tagen ein bisschen gebessert. Ich werde ja sehen wie’s kommt, es ist halt Wetter. Morgen heißt es um 3:30 Uhr aufstehen und dann fährt mich meine liebe Frau nach Schkeuditz.

  • Die Etappen

    Die Etappen

    Sonntag, 26.02.

    Gegen 20:30 Uhr komme ich am Flughafen in Palma an. Von dort geht es zum Hotel per Bus etwa 6 km.

    Montag, 27.02.

    Nach dem Frühstück fahre ich mit dem Bus zum zentralen Busbahnhof nach Palma um von dort einmal quer über die Insel nach Port de Pollenca zu fahren. Die erste Wanderstrecke ist entspannt und nicht allzu weit. Nach der Planung sind es 5,5km bis in das Refugi Pont Romà in Pollenca.

    Dienstag, 28.02.

    Die zweite Etappe ist dann auch gleich die längste der Tour. Es geht 600 Höhenmeter nach oben und 100 nach unten auf einer Gesamtstrecke von 16,5km. Ich übernachte dann im Refugi Son Amer in Lluc.

    Mittwoch, 01.03.

    War die gestrige Etappe die Längste, wird die Heutige dennoch die Anstrengendste denn es gilt auf einer Länge von 14,8km 700m hoch auf etwa 1210m über dem Meer und anschließend wieder 700m runter zu kraxeln. Ich hab ne Meise. Ziel ist das Refugi Tossals Verds. Das ist wohl die abgelegendste der bewirtschafteten Hütten.

    Donnerstag, 02.03.

    Jeder Tag hält ein besonderes Highlight bereit. Am Montag war es die kürzeste Etappe, am Dienstag die Längste, am Mittwoch die Höchste und am Donnerstag wird es die Überraschendste. Das Refugi de Cúber ist die kleinste Hütte, hat nur sechs Betten und war bei meinen Überlegungen bereits ausgebucht. Deswegen schleppe ich auch das Zeltgedöns mit. Der Weg dorthin ist etwa 8,7km lang und hat kaum Höhenmeter im Gepäck.

    Freitag, 03.03.

    Am Freitag geht es wieder über 12,2km zurück in die Zivilisation nach Sòller in die Casa Margarita, eine kleine Familiengeführte Pension. Dabei geht es aus den Bergen heraus auf etwa 50m über dem Meer. Wenn ich es bis dorthin geschafft haben sollte, wird die letzte Etappe auch zu bewerkstelligen sein.

    Sonnabend, 04.03.

    Die letzte Etappe führt nach Deià in das Refugi Can Boi. Das sind etwa 10,8km wobei auch diesmal die Höhenmeter eher vernachlässigt werden können.

    Sonntag, 05.03.

    Jetzt heißt es langsam Abschied nehmen. Mit dem Bus geht es wieder nach Palma Zum Flughafen und so Gott will bin ich 16 Uhr wieder daheim.

    Hier gibt es noch den Link zur Tour bei outdooractive.

  • Packliste in Bildern

    Hier noch ein paar Fotos der Ausrüstung

    Das erste ist der Biwaksack. Durch das leichte Gestänge ist es zwar eher wie ein Zelt, von der Größe her .. ich behalte meine Assoziation lieber für mich, der Rucksack passt jedenfalls nicht mit hinein. Das Zweite ist ein kleines Tarp was gleichzeitig als Regenumhang benutzt werden kann. Weiter geht es mit Hose und Jacke aus synthetischem Material. Das ist sehr leicht, angenehm zu tragen und trocknet schnell, kommt natürlich nicht in den Rucksack. Auch in Mallorca ist es im Gebirge Ende Februar oft noch recht kalt. Dann haben wir dreimal „weiße Ente“. So heißen Daumenklamotten bei AliExpress. Die Sachen sind gedacht für den Fall, dass ich nass geworden bin und Wärme brauche oder die Schlafsäcke (die nächsten beiden Bilder) zu kalt sind. Wie ihr seht habe ich mich auch beim Schlafen für das Zwiebelprinzip entschieden. Weiter geht es mit Handtüchern und dem Rucksack. Die gute Nachricht des heutigen Tages: Mein Sohn leiht mir einen Ultraleichten. Das gelbe Teil ist ein 25l kleiner Rucksack der beim Flug als Handgepäck dient und auf der Wanderung die ,weiße Ente“ und die Fotoausrüstung trocken halten soll. Das letzte Bild sind die Trekkingstöcke.

    Ich glaube niemanden interessiert wie meine Unterwäsche oder gefriergetrocknete Nahrung aussieht. Deswegen mache ich hier mit der Bildervorstellung Schluss.

  • Meine Packliste

    Meine Packliste

    In diesem Beitrag will ich euch einweihen, was ich alles mitnehme. Das meiste was ich neu angeschafft habe, kommt von Aliexpress aus China. Ich gebe zu, vielleicht habe ich es hier oder da ein wenig übertrieben, aber wenn man die einzelnen Gewichte zusammenzählt und über 20 Kilogramm landet, dann muss man noch etwas an der Ausrüstung ändern. Das fängt ja schon beim Zelt an. Das leichteste was wir hatten, wog schon mal vier Kilogramm. Es kommt noch dazu,dass ich es wenn alles gut geht nur einmal unterwegs benötige. Das passt dann natürlich nicht zusammen, zumal ich im Zelt auf der Tour nicht unbedingt stehen können muss. Ich will mich jetzt aber nicht weiter an einzelnen Dingen festhalten, sondern zeigte euch einfach mal in einer Tabelle was alles im Rucksack stecken wird.

    Biwaksack, Zelt750 g
    Schlafsack917 g
    Fließschlafsack605 g
    Luftmatratze 6,5 cm531 g
    Treckingstöcke1388 g
    Rucksack 75 l2376 g
    Wassersack Ortlieb 4 l voll4130 g
    Titantopf und KOcher216 g
    Spiritus (erst in Mallorca kaufen)800 g
    Titanlöffel20 g
    Thermoskanne 500 ml325 g
    Regentarp klein193 g
    Daunenklamotten (Strümpfe, Hose, Jacke)876 g
    Ersatzunterwäsche lang480 g
    2 Handtücher144 g
    Mütze131 g
    Multitool143 g
    Titan Minispaten35 g
    Verbandskasten273 g
    8xPorridge544 g
    Essen gefriergetrocknet 4x500g
    Klamotten (geschätzt)1500 g
    Fotoausrüstung und Taschenlampe2470 g
    430 g bag als Handgepäck + was ich noch nicht weiß1000 g
    Gesamt etwa20 kg

    Das klingt jetzt ziemlich niederschmetternd. Ich werde nochmal nachsehen wo ich einsparen kann. Wasser ist mit 4kg dabei. Für die kurzen Etappen reichen sicher auch 2kg.

  • Der Countdown läuft

    Der Countdown läuft

    Jetzt ist es keine Woche mehr, bis ich hoffentlich in Mallorca gelandet und auf dem Weg zur ersten Übernachtung bin. Ich weiß, die 14 Tage Wetteraussichten sind sehr unzuverlässig, aber man schaut ja doch gern schon mal rein, auch wenn ich es ohnehin nehmen muss wie es kommt.

    Ich nehme komplettes Gepäck mit, um auch draußen übernachten zu können. Für eine der Übernachtungen hatte ich ohnehin keinen Platz in einer in der Nähe des Weges liegenden Hütte gefunden. Wenn ich also nicht mit dem Taxi in eine weiter entfernt liegende Pension fahren will, heißt das draußen schlafen. Außerdem kann es ja durchaus passieren, dass der Zeitplan nicht funktioniert und auch dafür ist die Übernachtung draußen zumindest von der Ausrüstung her möglich. Was ich alles mitnehmen werde, schreibe ich in einer der nächsten Beiträge auf.

  • Letzte Ausrüstung eingetroffen

    Letzte Ausrüstung eingetroffen

    Heute, so glaube ich jedenfalls, ist das letzte Stück meiner Ausrüstung bei mir gelandet. Ich denke meine Frau ist schon etwas genervt ob der vielen Pakete die in letzter Zeit zu mir gekommen sind. Eigentlich war ich ja schon komplett, aber am vergangenen Wochenende habe ich gemerkt, dass die eingeplante Luftmatratze die Luft nicht hält. Es war eine Matratze für 20 € und es hätte auch alles gut mit uns gehen können, aber ohne Luft macht das keinen Sinn. Das wiederum weiß meine Frau, dass ich mit Luftmatratzen die nach zwei Stunden kein Quäntchen Luft mehr drin haben auf Kriegsfuß stehe. Weil ich das ganze Gepäck 7 Tage lang mit mir herumtragen will, ist die bei uns vorhandene Matratze mit über 1,5 kg zu schwer. Ich habe in den sauren Apfel gebissen und mir nun doch eine etwas noblere zugelegt, die mit knapp 500 g auskommt. Wenigstens gab es sie bei ebay Kleinanzeigen gebraucht. Ich bin auch gespannt welches Gepäckgewicht am Ende zusammenkommen wird. Mit komplett gefülltem 4 Liter Wassersack werden es wohl fast 20 kg werden. Dagegen hilft dann nur schnelles austrinken und… eine leichte Luftmatratze.

  • Wir leben auf der Sonnenseite

    Wir leben auf der Sonnenseite

    Was haben wir bloß für Luxusprobleme. Was fange ich mit meinem Urlaub an? Wir haben uns noch nie fragen müssen wo wir etwas zu essen für den nächsten Tag herbekommen, oder ob wir die nächste Nacht überleben. Es war immer genug Nahrung für alle da und Angst mussten wir bisher auch nicht haben. Ich Frage mich womit wir das verdient haben und andere nicht? Allein durch Gnade, sagen manche. Da frage ich mich warum die übrigen 90 Prozent der Erdenbürger in Ungnade gefallen sind? Haben wir einfach Glück gehabt, nicht in Kalkutta, Sao Paulo oder einem Dorf in Afrika das Licht der Welt erblickt zu haben?

  • Die dunkle Jahreszeit ist nicht so meins

    Die dunkle Jahreszeit ist nicht so meins

    Meine Frau kann jeder Jahreszeit etwas Schönes abgewinnen. Mir fällt das im Gegensatz nicht so leicht. Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte länger, dann ist das nicht so ganz meine Sache. Ich würde das jetzt noch nicht Winterdepression nennen, aber so ähnlich fühle ich mich dann schon. Weil ich in der Vergangenheit immer vom Segeln geträumt habe, ist das vielleicht auch ein bisschen zu verstehen. Wer möchte schon bei den beginnenden Herbst- und Winterstürmen auf der Ostsee mit dem Boot unterwegs sein.

    Es war Ende September, der Mitsegeltörn war vorbei und ich hatte noch Lust irgendetwas zu unternehmen, zumal meine Frau und ich noch eine Woche Urlaub hatten. Meiner Eingebung folgend fragte das Google (Vorsicht gegendert!) nach Wandern im November. Der erste Beitrag handelte von Madeira. Die Sache war also zügig entschieden. Hier muss ich einen kleinen Einschub machen. Wir waren vor etwa 8 Jahren schon einmal auf einer der kanarischen Inseln und ich schwärme davon immer noch. Es hat mir so gut gefallen, dass diese Reise bis heute immer noch einen positiven Nachklang bei mir auslöst. Glücklicherweise konnte meine Frau auch noch Urlaub nehmen, so dass ich beginnen konnte für eine Woche im November Madeira zu buchen. Ich kann im übrigen jedem nur empfehlen die Unterkunft, den Flug und den Mietwagen selber zu buchen. Erstens wird es viel billiger und zweitens kannst du dir die Reise viel schöner, individuell auf Dich zugeschnitten, zusammenstellen.

    Es ist auf Madeira so ähnlich wie auf den kanarischen Inseln. Man kann sich früh quasi das Wetter, welches man den Tag über haben möchte, aussuchen. Möchte man Sonne so fährt man am besten an die Küste im Süden. Möchte man etwas kühleres, bewölktes Wetter, dann kann man das im Norden finden. Fährt man in die Berge dann wird es vielleicht etwas neblig sein. Zum Wandern war Madeira tatsächlich die richtige Wahl um dem Novemberwetter zu entgehen, auch wenn es in den Bergen manchmal neblig war.

    Das Bild ist tatsächlich von uns aufgenommen, wir haben den Feenwald nur im Nebel zu Gesicht bekommen.

  • Erste Gehversuche mit der neuen Kamera

    Eine Kamera sollte her, damit ich mich mit dem Fotografieren wieder etwas intensiver beschäftigen kann. Das habe ich schon einmal gemacht, ist aber etwa 45 Jahre her, die Fotos waren noch schwarz weiß, analog und man wußte nicht sofort, ob das Foto etwas geworden war. Die Älteren unter uns wissen wovon ich spreche.

    Das Fotografieren mit dem Smartphone hat ja doch inflationäre Züge angenommen, ich mache das natürlich auch, aber die geplante Reise nach Mallorca hat in mir die Lust geweckt, auch mal wieder bewußter zu fotografieren. Deswegen war ich Heute mit der Neuerwerbung auf Fotosafarie, um ein bisschen in das Geschehen rein zu kommen. Wie war das eigentlich mit ISO, Blende, Belichtungszeit, Tiefenschärfe oder hieß es Schärfentiefe? Ist ja egal, ich habe etwas rumprobiert und hier seht Ihr die Ergebnisse.

    Ihr seht es selbst, zweimal das gleiche Motiv und doch zwei unterschiedliche Fotos. Die nachfolgenden beiden Bilder zeigen diesen Effekt auch noch einmal.

    Das waren die Versuche mit der Tiefenschärfe. Dann habe ich mich mit dem gleichen Effekt noch weiter beschäftigt. Halt so Dinge an denen man täglich 100 Mal achtlos vorbei geht, um dann zu sagen: Ach das ist ja ein schönes Foto.

    Der letzte Versuch beschäftigte sich mit dem Thema Bewegung einfrieren oder Bewegung darstellen. Hier die beiden Varianten zum selber ansehen.

    Ich hoffe Ihr erkennt in diesem abgespeckten kleinen Format was gemeint ist. Links eine Belichtungszeit von 1/1000tel Sekunde sollte das Auto scharf abbilden und rechts 1/30tel Sekunde läßt es unscharf erscheinen. Mit Stativ hätte ich den Effekt noch besser einfangen können, aber ich hatte es nicht mit und deshalb hebe ich mir das für`s nächste Mal auf.

  • Das Training zwei Wochen vor dem Start

    Das Training zwei Wochen vor dem Start

    An diesem Wochenende habe ich das Training etwas anders ausgelegt. Am Donnerstag und am Freitag habe ich kurzerhand Überstunden abgefeiert und bin mit meinem Sohn in den Wald gefahren Feuerholz zu machen. Ich fand es auf jeden Fall anstrengender als 5 km mit dem gepackten Rucksack zu laufen. Es ist natürlich ein gutes Training um herauszufinden, wie man doch nach einem Tag Anstrengung an der frischen Luft kaputt ist. Teilweise war das Gepäck, ich meine natürlich das Holz, deutlich schwerer als der fertig gepackte Rucksack. Morgen am Sonntag werde ich dennoch ein Stück mit dem Rucksack laufen einfach damit der Rücken wieder gerade wird.