Die dunkle Jahreszeit ist nicht so meins

Meine Frau kann jeder Jahreszeit etwas Schönes abgewinnen. Mir fällt das im Gegensatz nicht so leicht. Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte länger, dann ist das nicht so ganz meine Sache. Ich würde das jetzt noch nicht Winterdepression nennen, aber so ähnlich fühle ich mich dann schon. Weil ich in der Vergangenheit immer vom Segeln geträumt habe, ist das vielleicht auch ein bisschen zu verstehen. Wer möchte schon bei den beginnenden Herbst- und Winterstürmen auf der Ostsee mit dem Boot unterwegs sein.

Es war Ende September, der Mitsegeltörn war vorbei und ich hatte noch Lust irgendetwas zu unternehmen, zumal meine Frau und ich noch eine Woche Urlaub hatten. Meiner Eingebung folgend fragte das Google (Vorsicht gegendert!) nach Wandern im November. Der erste Beitrag handelte von Madeira. Die Sache war also zügig entschieden. Hier muss ich einen kleinen Einschub machen. Wir waren vor etwa 8 Jahren schon einmal auf einer der kanarischen Inseln und ich schwärme davon immer noch. Es hat mir so gut gefallen, dass diese Reise bis heute immer noch einen positiven Nachklang bei mir auslöst. Glücklicherweise konnte meine Frau auch noch Urlaub nehmen, so dass ich beginnen konnte für eine Woche im November Madeira zu buchen. Ich kann im übrigen jedem nur empfehlen die Unterkunft, den Flug und den Mietwagen selber zu buchen. Erstens wird es viel billiger und zweitens kannst du dir die Reise viel schöner, individuell auf Dich zugeschnitten, zusammenstellen.

Es ist auf Madeira so ähnlich wie auf den kanarischen Inseln. Man kann sich früh quasi das Wetter, welches man den Tag über haben möchte, aussuchen. Möchte man Sonne so fährt man am besten an die Küste im Süden. Möchte man etwas kühleres, bewölktes Wetter, dann kann man das im Norden finden. Fährt man in die Berge dann wird es vielleicht etwas neblig sein. Zum Wandern war Madeira tatsächlich die richtige Wahl um dem Novemberwetter zu entgehen, auch wenn es in den Bergen manchmal neblig war.

Das Bild ist tatsächlich von uns aufgenommen, wir haben den Feenwald nur im Nebel zu Gesicht bekommen.

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