Freiberger Mulde ab Glauchau zu Fuß

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Um es gleich vornweg zu nehmen: Einen solchen Muskelkater wie nach dieser 3-Tageswanderung hatte ich noch nie. Ich habe keine Ahnung warum ich diesmal so kaputt war.

Es ging wie so oft von zu Hause mit dem Zug ab Großdalzig los. Ich Gera musste ich umsteigen, um gegen MIttag in Glauchau anzukommen.

Es dauerte eine halbe Stunde bevor ich die Kleinstadt hinter mir lassen konnte. Anschließend ging es entlang der Mulde unter der Autobahn hindurch und es wurde allmählich ruhiger. Der erste Teil des Weges führte durch relativ flaches Land und durch einen ehemaligen Schlosspark.

Weiter ging es immer wieder durch kleine Orte. In Niederwinkel hatte man den Eindruck im Zentrum und nicht am Rande des Erzgebirges zu sein.

Das Ziel des ersten Tages war Amerika, ein winzig kleines Dorf hinter Penig gelegen. Vorher ging es noch in Wolkenburg an einem Lost Place, dem alten Bahnhof, vorbei.

Nachdem ich die Kleinstadt Penig durchquert hatte kam ich bald in Amerika an. Inzwischen hatte ich 25 km in den Beinen und fühlte mich mächtig kaputt. Direkt in der Nähe des Dorfes fand ich keinen schönen Platz für mein Zelt und so ging ich noch ein paar Kilometer weiter. Ich fand dann endlich einen Rastplatz mit überdachtem Tisch samt Bänken, neben dem ich mein Zelt aufbaute und totmüde in den Schlafsack kroch.

Am nächsten Tag stand ich relativ früh auf, da ich mir nicht sicher war, ob ich doch noch im Naturschutzgebiet übernachtet hatte und ich mich deswegen nicht anmeckern lassen wollte falls jemand käme. So zeitig kam allerdings noch nicht einmal ein Hund mit seinem Herrchen vorbei. Nach dem Frühstück ging es weiter an malerischen Felsen entlang der Mulde. Auf dem Weg konnte ich meine Wasservorräte an einer kleinen Quelle auffüllen. Die nachfolgenden Bilder zeigen nicht die Quelle, sondern einen kleinen Bach dessen Wasser eher nicht sehr vertrauenserweckend aussah.

In Lunzenau suchte ich die örtliche Apotheke auf, weil mir das Blasenpflaster ausgegangen war. Auf mich wirkte der Chef des Hauses ein bisschen verpeilt und er konnte mir dann auch tatsächlich nicht weiterhelfen.

Ich schrieb ja Eingangs schon, dass ich nach der Tour einen ordentlichen Muskelkater hatte. Blasen hatte ich auf meinen bisherigen Touren auch noch nie, aber diesmal schon. Ich glaube ich war wohl nicht so richtig bereit für diese Wanderung. Ich denke auch deshalb habe ich nur wenig fotografiert.

Von Lunzenau ging es weiter vorbei an Wechselburg, anschließend den über den Rochlitzer Berg und durch Rochlitz. Direkt hinter Rochlitz fand ich dann meinen zweiten Übernachtungsplatz an einem Weg dessen breite Ränder frisch gemäht waren. Es kamen im Laufe des Abends noch ein paar Leute mit ihren Hunden und einige Jogger vorbei, aber insgesamt war es sehr ruhig. Das war auch nicht sehr verwunderlich, denn es lief gerade das Eröffnungsspiel der Fußball EM.

Für den letzten Tag war ab 9 Uhr Regen angesagt. Deswegen stand ich schon kurz nach vier Uhr auf, frühstückte und machte mich gegen 5:30 auf den Weg. Der Morgen war sonnig und der Weg führte durch eine liebliche, leicht hügelige Landschaft. Mein Ziel war Zschetzsch kurz hinter Colditz. In Hohnbach begann dann der Regen und ich kam kurz vor Mittag an meinem Ziel an.

Bilder vom letzten Teil der Strecke habe ich nicht mehr gemacht weil ich mein Kameraequipment nicht riskieren wollte.

Insgesamt war es eine Wanderung durch abwechslungsreiche Landschaft. Man hätte links und rechts des Weges noch viele Dinge anschauen können, gefühlt gibt es in jedem Dorf eine Burg oder ein Schloss.

Mir ist noch nicht ganz klar warum mir die Tour irgendwie mühsam war. Das muss das nächste Mal wieder besser werden. Vielleicht wäre weniger mehr gewesen. Insgesamt bin ich etwa 70 km gelaufen. Kurz vor dem Colditzer Forst war dann die Batterie des Trackers leer, so dass die letzten Kilometer bis Zschetzsch fehlen.

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