Spätestens mit dem Verkauf des Segelbootes hatte sich das Segeln auf eigenem Kiel Ende 2021 erledigt. Deswegen überlegte ich mir im Herbst wie es weitergehen könnte. Den Bootsführerschein den sogenannten SBS hatte ich schon vor einigen Jahren gemacht und vor kurzem war auch der SKS, der erweiterte Segelschein, in meinem Besitz. Es kam also der naheliegende Gedanke auf ein Boot zu chartern. Ich suchte mir ein nicht allzu großes Segelboot in Stralsund und schloß einen Chartervertrag ab. Anfang 2022 meldete sich dann meine Halswirbelsäule, und es fühlte sich genauso an wie 8 Jahre vorher als ich schon einmal Probleme ähnlicher Art hatte. Das Chartern stand auf der Kippe.
Es kam wie es kommen musste, der Mai rückte immer näher und ich war immer noch krank. Die Segeltour fiel aus und ich hatte nur noch eine Chance, 2022 zu segeln, denn ich hatte mich im September für einen Mitsegeltörn von Stralsund nach Holland angemeldet. Gott sei dank, diesmal kam nichts dazwischen, ich konnte mitsegeln, es war ein wunderbarer Törn, die Leute waren auch völlig okay und ich hatte 2022 wenigstens eine Woche segeln.
Als ich dann wieder zu Hause war, begann ich zu grübeln und mir zu überlegen, dass es ja wohl nicht sein könne dass ich mich ein ganzes Jahr auf zwei mal eine Woche Segeln, den sommerlichen Urlaub freue und zwischendurch für Unternehmungen einfach zu träge bin. Das Zauberwort hieß Microabenteuer. Über den youtube Kanal von Kai Sackmann konnte ich sehen wie viele Möglichkeiten es gibt einen Tag oder ein Wochenende in der Natur zu verbringen, mit dem Boot zu fahren, zu wandern oder sich sonst irgendeine Aktivität vor zu nehmen. Das entscheidende daran war: Man muß es nur machen.

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