An meinem letzten Madeira Tag nahm ich noch mal einen Anlauf zur Grotte der 25 Wasserfälle. Ich stand noch bei Dunkelheit auf, machte Kaffee und Frühstück und dann ging es auch schon los. Es war wieder eine fantastische Sicht auf der Hochebene.


Ich parkte nicht an dem riesigen Parkplatz auf dem Hochplateau, sondern fuhr wieder ein Stück nach unten in Richtung „Canical“. Dort gibt einen sehr bequemen Weg durch einen Levadatunnel, dadurch hat man auf der gesamten Strecke vielleicht 25 Höhenmeter. Das macht die Wanderung selbst für Faule sehr bequem.




Der Tunnel ist entspannt zu laufen, denn er ist groß und man läuft an einer kleinen Mauer neben dem Wasser. Weiter oben verläuft noch ein dickes Rohr so dass es keine Möglichkeit gibt ins Wasser zu fallen. Nach einem Kilometer im Tunnel waren die Schuhspitzen etwas nass, weil der Boden dort teilweise mit Pfützen bedeckt war. Bei dem wunderbaren, sonnigen Wetter waren sie im Nu wieder trocken.






Diese Lewada ist mit gekrümmten Bäumen herrlich überwachsen, hier läuft es sich sicher auch bei Sommerhitze gut. Je näher ich der Attraktion des Weges kam, je mehr Touristen (war schließlich selbst einer) begegnete ich. An der Grotte angekommen versuchte ich wenigstens ein Foto ohne Menschen zu schießen, was auch halbwegs gelang. Das Foto ist wieder mit Graufilter und einer Minute Belichtungszeit aufgenommen. Diese rosaroten leichten Schlieren in der Mitte des Bildes stammen von einem Mädchen welches ständig vor mir rumlief. Durch die lange Belichtungszeit sind nur diese Farbspuren auf das Bild gekommen.

Ich nahm einen anderen Rückweg mit ein paar Höhenmetern und prompt habe ich mich beim Abstieg hingelegt. Zum Glück war nichts weiter passiert, nur der Unterarm schwoll an. Das Ganze war vorauszusehen denn durch meine Faulheit auf dem Campingplatz zu bleiben, ließ ich natürlich mein Zelt aufgebaut. Dort standen nun die Trekkingstöcke als Zeltstangen. Ich nehme sie wirklich gern beim Wandern, das muss ich in Zukunft anders organisieren.






Ohne weitere Stürze landete ich gesund und munter am Auto und fuhr weiter runter nach „Canical“. Dort kaufte ich noch was zu essen und konnte wenigstens noch eine Eidechse erwischen. Die Biester waren offensichtlich schön durch die Sonne des Tages aufgeladen, so dass sie unheimlich fix unterwegs waren.


Danach fuhr ich in Richtung Campinglatz. Der nicht mit Tunneln ausgebaute Serpentinenweg führt über „Ponta do Pargo“. Dort markiert der Leuchtturm den westlichsten Punkt der Insel. Dort gibt es schöne Steilküsten und Brandung zu sehen und ich experimentierte wieder mit dem großen Teleobjektiv.





Den Leuchtturm fotografieren alle, ich hebe es bei der Windfahnen belassen.

Vom Berg abwärts ergaben sich tolle Aussichten auf „Porto Moniz“ mit viel Brandung.








Unten hielt ich nochmal an und stalkte die Lavabecken vor denen es bei der Flut auf Ihrem Höhepunkt tolle Wasserspiele und auch einige Feen zu beobachten gab.










So ging der letzte Tag zu Ende. Morgen stand nur noch die Rückreise auf dem Programm.
Schreibe einen Kommentar