Alexander ist unterwegs

Reise- und andere Geschichten

Mit über 60 Jahren bin ich schon eine ganze Weile unterwegs und hoffe, dass noch einige Schritte dazu kommen

Kategorie: Abenteuer

Aktivitäten von ein bis zwei Tagen

  • Wofür das Ganze Training?

    Wofür das Ganze Training?

    Am dritten freien Tag, dem 15.11.2024, machte ich eine Radtour um den Zwenkauer See, in südlicher Richtung noch etwas bis nach Wiederau erweit, kam ich immerhin auf gut 30km. Fotos hatte ich auf dieser kleinen Tour nicht gemacht.

    Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich ein Geburtstagsmuffel bin. Deswegen hatte ich meiner Frau bereits im Frühjahr schonend beigebracht, dass ich in der Woche meines Geburtstages verreisen wollte. Ob das wirklich schonend gewesen ist weiß ich heute nicht mehr, aber weil ich eine sehr liebe Frau habe und sie mit mir schon einigen Kummer gewohnt ist, ließ Sie mich gewähren . An dieser Stelle muss unbedingt erwähnt werden, dass ich mehr Urlaub habe als meine Frau. Obwohl, Urlaub ist eigentlich nicht das richtige Wort, ich habe einfach Gelegenheit Überstunden anzusammeln weil ich nur 35 Stunden in der Woche arbeite. Das ist eine sehr schöne Sache und ich denke, wenn man straff auf die 60 zugeht hat man das vielleicht auch ein bisschen verdient. Die echten Urlaubstage bleiben in der Regel gemeinsamen Aktivitäten vorbehalten. Ich bin jedenfalls sehr dankbar dafür, dass ich mir die Arbeit so einrichten kann.

    Weil es mir beim letzten Mal schon so gut gefallen hat, entschied ich mich wieder für Madeira. Mit meinem Neffen hatte ich ja vor einem dreiviertel Jahr bereits den nordwestlichen Teil erwandert, deswegen nahm ich mir diesmal den östlichen Teil der Insel vor. Der Start war für den 21.11. anvisiert und für den Geburtstag hatte ich mir ein besonders Highlight ausgedacht, aber dazu später.

    Oben auf der Landkarte ist meine Planung zu sehen. Wer genau hinschaut wird erkennen, dass ich mir ein kleines Problem bereits vor dem Start in meine Strecke eingebaut hatte. Ich kann jetzt schon ein bisschen spoilern, denn wie bei allen Fernwanderungen davor, ist meine Planung auch dieses Mal nicht aufgegangen. Davon erzähle ich aber in der nächsten Geschichte.

  • Training an der Saale 14.11.2024

    Training an der Saale 14.11.2024

    Am Tag nach der Elsterwanderung war etwas Regen angesagt. Das war die Gelegenheit das Regenequipment nochmal zu testen. Einige Wochen zuvor war ich ja 3 Tage an der Mulde unterwegs. Dort war ich am letzten Tag in einen ordentlichen, lang anhaltenden Landregen geraten. Ich trug damals meinen langen Regenmantel hatte aber die Füße bzw die Schuhe nicht gegen den Regen geschützt. Da der Weg auch durch hohes Gras im Wald führte, war ich nach etwa zwei Stunden sehr nass und fing auch an zu frieren, ich war froh als ich in Zschetzsch angekommen war und mich erst einmal trocken legen konnte. Aus dieser Erfahrung heraus hatte ich dieses Mal ein paar leichte Überziehstiefel mitgenommen. Der Regen an der Saale was nur relativ kurz und auch mild, aber dennoch konnte ich spüren dass sich die Kombination ganz gut bewährt, denn ich behielt dadurch einfach trockene Füße.

    Meine Saalewanderung begann in Bad Dürrenberg. Dort sind wir in diesem Jahr schon zweimal gewesen, denn auf dem Gelände des Gradierwerkes fand die Landesgartenschau statt und nach unserem ersten Besuch gefiel es uns so gut, dass wir im Spätsommer gleich noch einen zweiten Ausflug dorthin gemacht haben. Ich stellte mein Auto ab und begann die Wanderung an der Westseite der Saale flussaufwärts, denn der Durchgang am anderen Saaleufer war gesperrt.

    Die ersten zwei Kilometer kannte ich bereits, denn wir hatten auf dem örtlichen Kanuverein schon einmal unser Lager aufgeschlagen. Die Saaleaue ist auf dieser Seite ähnlich flach und weit wie die Aue der Weißen Elster zwischen Profen und Zeitz.

    In Wengelsdorf passierte ich die Anlegestelle, an der wir schonmal eine Bootstour gemacht hatten. Ich legte hier eine kleine Pause ein und dann ging es weiter. Der Weg entfernte sich von der Saale und führte wieder durch eine weite Aue.

    An dieser Hütte legte ich die nächste Rast ein. Obwohl ich noch nicht mal annähernd die Hälfte des Weges gelaufen war, kochte ich mein Mittagessen und anschließend noch einen Glühwein.

    Frisch gestärkt und innerlich gewärmt ging es weiter an Wiesen und Weiden vorbei.

    In Schkortleben erfuhr ich von der traurigen Geschichte der Dorfkirche deren Erhaltung nicht gelungen war. Jetzt erinnern nur noch Ruinen an das einstige Gotteshaus.

    Kurz hinter diesem etwas magisch anmutenden Ort wollte ich die Saale überqueren. Weil ich mir nicht sicher war ob man über die Eisenbahnbrücke laufen kann, hatte ich extra mein leichtes Packraft dabei. Ich musste es nicht aufblasen, die Brücke hatte einen Fußweg obwohl Outdooractive diesen nicht anzeigt.

    Von nun an ging es wieder zurück nach Bad Dürrenberg. Auf dieser Seite der Saale hielt der Weg etwas mehr Abwechslung bereit. Es gab genau wie an der Elster Schilder an einem Naturlehrpfad, schmale Wege die durch den Wald am Ufer entlang führten, natürlich auch weite Ausblicke wie unter der Autobahnbrücke und dann wieder hübsche schmale Wege.

    Nach dem Ort Vesta sah ich zu meiner großen Überraschung eine Kehrmaschine mitten durch den Wald fahren, um den asphaltierten Radweg zu kehren.

    Kurz vor Bad dürrenberg wurde die Landschaft wieder weit und ich freute mich auch bald anzukommen, denn es fing schon an zu dämmern. In Bad Dürrenberg ärgerte ich mich noch ein wenig weil das Gelände der Landesgartenschau auch von dieser Seite abgesperrt war, so musste ich einen Umweg außen herum um das Gradierwerk wählen. Aber trotz dieses kleinen Ärgers kam ich gut und auch noch im Hellen auf dem Parkplatz an und war ein kleines bisschen stolz, am zweiten Tag wieder um die 20 km gewandert zu sein.

  • Training an der Weißen Elster 13.11.2024

    Training an der Weißen Elster 13.11.2024

    Am 26 November stand mein 60 Geburtstag an. Weil ich mir relativ wenig aus Geburtstagsfeiern mache, ich würde sogar sagen, ein Geburtstagsmuffel bin, hatte ich überlegt, in der Zeit eine Reise zu unternehmen. Um mich ein wenig auf die Wanderungen vorzubereiten absolvierte ich ein kleines Trainingsprogramm. Am 13. November hatte ich einen freien Tag und ich nahm mir vor, eine Wanderung entlang der Weißen Elster zu unternehmen. Startpunkt war der kleine Ort Profen, genauer gesagt die Gaststätte zur Eiche. Dort ist ein kleiner Parkplatz von dem man in höchstens einer Minute mitten in der Elsteraue ankommt.

    Der Plan war, auf der Ostseite der Weißen Elster in Richtung Zeitz zu laufen und irgendwann eine Brücke zu suchen, um auf der Westseite wieder zurückzugehen. Der Weg führte mich zuerst zum Naturwehr der Weißen Elster, an welchem der Profener Elstermühlgraben abgeschlagen wird. Dort ging es noch einige hundert Meter Elster abwärts bis zur Brücke. Vor deieser Brücke steht ein schönes Holzkunstwerk, an welchem man eine Pause bzw ein Biwak machen kann. Das Zelten ist dort nicht offiziell erlaubt aber die kleine Wiese davor ist immer so schön gemäht, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es großen Ärger geben würde, wenn man dort für eine Nacht sein kleines Zelt aufbaut.

    An diesem Rastplatz kam ich auf die andere Seite der weißen Elster und konnte flussaufwärts Richtung Süden wandern. Die Elsteraue ist hier sehr flach und der Blick verliert sich in der Weite.

    Der Weg verlief manchmal direkt am Fluss und manchmal auch hinaus auf weite Felder. An einigen Stellen konnte man die Spuren des Bergbaus, der in dieser Gegend südlich von Leipzig sehr prägend war und zum Teil immer noch ist, erkennen. Auf der Karte hatte ich die Ortschaft Etzoldshain entdeckt, wo eine Burg  eingezeichnet war. Deswegen entfernte ich mich etwas weiter vom Flusslauf, um das selbst mal in Augenschein zu nehmen.

    Aus westlicher Richtung kommend, kam ich nicht an das Bauwerk heran, deswegen sah ich aus einiger Entfernung nur den mittelalterlichen Turm. Über ein abgeerntetes Feld bog ich nach rechts ab, damit ich wieder an den Fluss kam.

    Der Weg führte an einer recht gepflegten Mühle entlang und schließlich erreichte ich die Elsterbrücke in Draschwitz. Dort legte ich am Flussufer eine Mittagspause ein.

    Jetzt war es nach ungefähr 10 km Zeit umzukehren und sich auf den Rückweg zu begeben. Auf dieser Seite des Elstertals verläuft der Elsterradweg. Er ist asphaltiert und ich kam vorbei an einigen schön gestalteten Spiel- und Rastplätzen, sogar an einigen kleinen Holzkunstwerken, bis sich mein Weg in Profen endlich kreuzte.