Alexander ist unterwegs

Reise- und andere Geschichten

Mit über 60 Jahren bin ich schon eine ganze Weile unterwegs und hoffe, dass noch einige Schritte dazu kommen

Kategorie: Mallorca

Wie dem Titel schon zu entnehmen ist – ein kleiner Reiseblog.

  • 2. Etappe – Regen den ganzen Tag

    Heute Morgen fing es an zu regnen. Bis jetzt, es ist Nachmittag, hat es auch noch nicht wieder aufgehört. So stelle ich mir einen tropischem Dauerregen vor. Weil die heutige Etappe mit fünfeinhalb Kilometern relativ kurz war habe ich gedacht, das mit dem Regen probierst du gleich mal aus. Es gab zusätzlich auch noch ordentlich Wind und so dauerte es nur wenige Minuten und ich war durch bis auf die Haut.

    Heute früh bin ich um 7 Uhr aufgestanden, um zeitig zum Bus zu kommen. Der Wetterbericht sagte am Nachmittag zunehmenden Wind voraus, da wollte ich bereits angekommen sein. Busfahren ist hier auf Mallorca recht einfach. Im städtischen Nahverkehr kann man einfach beim Busfahrer in bar bezahlen. Fernbus fahren geht nur mit einer Geldkarte, die hält man jeweils beim Ein- und beim Aussteigen an das Lesegerät, bin gespannt was der Spaß kostet. Der Busbahnhof für die Fernbusse ist wie eine U-Bahnstation unterirdisch angelegt, das sieht recht futuristisch aus.

    Als ich mein Ziel erreicht hatte und notgedrungen aus dem Bus aussteigen musste, ging es endlich auch richtig mit dem Regen los. Eineinhalb Stunden heftiger Regen und das Tagesziel war erreicht. Ich war der erste der im Refugi Pont Romà angekommen ist.

    Wenn ihr Leute treffen und kennenlernen wollt, kann ich euch diese Art der Übernachtung nur empfehlen. Man kommt einfach schnell mit Jung und Alt ins Gespräch. Wir sitzen hier gerade in folgender Kostellation zusammen: Ein Sachse, ein Schweizer, ein Würtemberger, ein Engländer, eine Kielerin und ein Hamburger. Jetzt kam gerade noch eine Französin. Das ist schon cool. Die Leute hier meinen übrigens dass der Bach hinterm Haus schon seit Jahren nicht soviel Wasser hatte.

    Nicht nur auf den Bergen liegt übrigens Schnee.

  • 1. Etappe

    Der Anfang ist getan. Nachdem wir heute morgen bei Schnee von zu Hause gestartet sind, war es umso überraschender, dass ich hier bei Sonnenschein und relativ milden Temperaturen angekommen bin. Ein Flug hierher nach Mallorca ist tatsächlich sehr angenehm kurz.

    Auf dem Flughafen in Palma selbst läuft man dann gefühlt eine kleine Ewigkeit durch unterschiedliche Gänge bis man zur Gepäckabholung kommt. Als ich draußen die erste frische mallorquinische Luft genießen konnte, traf ich einen weiteren Rucksackträger. Er wollte zu Fuß ans Meer weil er dort ein Hotel gebucht hatte. So schlossen wir uns kurzerhand zusammen und versuchten die Strecke gemeinsam zu bewältigen. Er übernahm das Navigieren, was nur mäßig gut funktionierte. Nach einer Weile nahm ich deswegen mein eigenes Telefon zu Hilfe und an einer Stelle meinte ich dann, dass meiner Meinung nach der Weg noch ein Stück geradeaus geht und dann erst links abgebogen wird. Wir machten uns aus, dass jeder seinen eigenen Weg nimmt und wir uns dann ein Stück weiter vorne an der Fußgängerbrücke wieder treffen. Seitdem fehlt von ihm jede Spur und ich sah ihn nie wieder.

    Nach der Fußgängerbrücke, die über eine Autobahn führte, waren es noch wenige hundert Meter bis zur Strandpromenade. Am Strand angekommen gab es erstmal Frühstück.

    Auf der rechten Seite sah ich tatsächlich drei Verrückte die im Meer badeten. Ich konnte auch einigen Surfern bei ihren ersten Übungen zusehen. Jetzt war ich also angekommen. Ursprünglich wollte ich mit dem Bus vom Flughafen ins Hotel fahren aber da ich es einmal schon so weit geschafft hatte, war es kein Problem den restlichen Weg knapp 5 km zu laufen. Hier konnte man sich tatsächlich nicht mehr verlaufen denn es ging die ganze Zeit nur an der Strandpromenade entlang. Auch jetzt im Februar sind schon etliche Urlauber hier. Man hört und liest sehr viel Deutsch. Das Hotel liegt etwa 200 m vom Strand entfernt in der zweiten Reihe in einem etwas älteren Viertel.

    Als ich Mittag hier ankam konnte ich tatsächlich schon einchecken und es bot sich natürlich an den fehlenden Morgenschlaf durch einen Mittagsschlaf zu ergänzen. Meinen ursprünglichen Plan noch mal nach Palma zu fahren gab ich auf und lief am Nachmittag einfach die Strandpromenade weiter an einem großen Sportboothafen vorbei bis es nicht mehr am Wasser entlang weiter ging.

    Ich hatte sicherheitshalber Sonnencreme genommen. Auf dem Weg hielt ich natürlich auch in einem kleinen Restaurant an um etwas zu essen. Ich glaube es ist hier etwas preiswerter als bei uns daheim. Mittlerweile ist es dunkel geworden und ich werde noch einen Ausflug zum Strand machen. Ich habe auch übrigens extra bei Google nachgeschaut und konnte feststellen, dass ich heute schon beim Ballermann vorbeigekommen bin. Es war für mich nichts von einer Partymeile zu erkennen.