Madeira Februar 2024 Teil 2 Chao dos Louros – Start mit Hindernissen

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Ich hatte schon davon gehört, dass der Flughafen auf Madeira zu den Schwierigsten der Welt gehört. Die Piloten benötigen wohl eine extra Lizenz um ihn anfliegen zu dürfen. Mein Sohn fuhr uns am Donnerstag früh zum Flughafen Leipzig-Halle. Diverse Wettervorhersagen hatten eine ganze Menge Wind vorhergesagt. Es kam wie es kommen musste, der Flug wurde eine Stunde vor dem Start wegen der Wetterbedingungen vor Ort abgesagt. Was für ein riesen Mist, das war zumindest der erste Gedanke. Der zweite war: Wir wollen ja auch heil ankommen, da kann man halt nichts machen. Wir ließen uns wieder abholen, besprachen zu Hause die neue Lage und setzten uns an den Rechner.

Für Freitag war immer noch starker Wind auf Madeira vorhergesagt, es lohnte sich also nicht einen Flug für den kommenden Tag zu suchen. Wir fanden dann eine Variante die zugegeben etwas schräg war, uns aber wenigsten eine Anreise am Sonnabend Mittag auf Madeira bescheren sollte. Wir starteten am Freitag Abend in Leipzig, flogen nach Wien, von dort weiter nach Prag und am Morgen sollte es von Prag aus nach Madeira gehen. Um die Nacht in Prag nicht auf dem Flughafen verbringen zu müssen, suchten wir uns ein Zimmer am Flughafen. Wir kamen schnell überein, dass wir uns diesen Luxus gönnen sollten.

Etwas weniger Komfort hätte durchaus gereicht, aber die einfachen Hotels am Flughafen waren ausgebucht. Ohne Frühstück checkten wir am Morgen aus. Es waren etwa 5 Gehminuten bis zum Check in des Flughafens. Endlich ging die ersehnte Reise tatsächlich los, auch die Wetterberichte gaben grünes Licht für eine Landung auf Madeira.

Wir landeten gegen 13 Uhr auf Madeira. Der kleine Flughafen am Rande der Berge, auf Betonsäulen stehend, ist schon besonders anzusehen. Ich hatte bereits bei der Planung nach Busverbindungen auf Madeira geschaut, diese waren, anders als vor einem Jahr auf Mallorca, nicht so besonders toll für unsere Pläne. Apropos Pläne: Uns fehlten ja nun zwei Nächte, so dass wir beschlossen auf dem dritten ursprünglich angepeilten Biwakplatz zu beginnen. Dadurch wurde die Anfahrt mit einem Taxi um einiges länger. Weil wir ohnehin durch Funchal mussten, legten wir einen kurzen Halt beim örtlichen Decathlon ein um zwei Gaskartuschen zu kaufen. Nach insgesamt etwa einer Stunde Fahrt und 90 Euro weniger im Portmonaise konnte die Tour nun endlich beginnen. Der erste Platz war Chao dos Louros, ein Platz auf dem locker 20 Zelte unterkommen könnten.

Als Erstes wurden die Zelte aufgebaut und der Platz erkundet. Es gibt wohl auf fast allen Plätzen auf Madeira fließendes Wasser. Dazu braucht dort keine Pumpen, es wird einfach eine etwas oberhalb liegende Quelle, von welchen es wohl unzählige auf der Insel gibt, mit einem PE-Schlauch abgegriffen, so dass es dann am Wasserhahn immer Wasserdruck allein durch den Höhenunterschied gibt. Das ist echt eine tolle Sache. Toiletten waren zwar vorhanden, aber na ja…

Am anderen Ende des Platzes kam dann noch ein Zelt hinzu aber es ergab sich keine Begegnung. Wir machten, als es dann schon langsam Abend wurde, noch eine kurze Wanderung, um einen ersten Eindruck von der Natur zu bekommen und nach dem Stress der Anreise richtig durchzuatmen und anzukommen.

Sonnenuntergang ist Mitte Februar gegen 18:45 Uhr auf Madeira. Beim Abendessen erhofften sich die zahlreichen Madeirabuchfinken Ihren Teil von den Nudeln zu bekommen.

Wir sid dann recht bald in die Zelte gekrochen um am nächsten Tag fit für die erste „echte“ Wanderung zu sein.

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