Neumühle (Elster) – Das erste Frühlingshoch (1)

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Der Wetterbericht nannte das schöne Wetter in dieser ersten Märzwoche „Das erste Frühlingshoch“. Deswegen nahm ich mir für den 6. und 7. März eine Übernachtung in Kombination mit wandern vor. Ein Blick in den Kalender verriet mir, dass ich am Donnerstag vormittag Termine hatte, so dass ich erst gegen Mittag starten konnte.

Mit Hilfe von Park4night fand ich einen kleinen Parkplatz in Neumühle im Elstertal. Der Platz dort war märchenhaft schön, bei 15°C und Sonnenschein machte ich als Erstes ein verspätetes Mittagessen.

Der einzige Nachteil des Platzes war die überdachte Sitzecke. Die Traufe des Dachs war in einer Höhe von etwa 1,75m was bei meiner Körpergröße von 1,78m nicht so ganz schmerzfrei war. Ansonsten war der Parkplatz perfekt. Ich hatte mein Auto so vorbereitet, dass ich allein mühelos darin schlafen konnte und mittels einfachster Einbauten auch Stauraum und einen kleinen Tisch hatte.

Nach dem Essen startete ich eine kleine Tour auf dem Elsterperlenweg flußabwärts.

Nach dem Start gab es einen schönen Ausblick zurück auf den Parkplatz neben dem Elsterwehr. Danach verlief der Weg weiter in den Wald, immer leicht bergauf. Schon sehr bald tauchten erneut schöne Aussichtspunkte in das Tal auf.

Es folgte ein sanfter Abstieg, der Wald lichtete sich und führte bald über Wiesen und Felder zurück in Richtung Elster.

Vor der Elsterbrücke führte der Weg noch durch Rüßdorf. Der Ort wirkte abgeschieden aber dennoch sehr gepflegt und mit wunderschönen Höfen bebaut.

Jetzt begann der Rückweg auf der anderen Seite des Flusses. Der Weg führte etwas näher an der Elster entlang und zeigte seine romantische Seite.

Hier fielen mir die besonderen Gesteinsformationen auf und ich habe mal ChatGPT befragt was das für Schichten sind: „Im Elstertal bei Neumühle treten verschiedene Gesteine zutage, die durch geologische Prozesse in dünnen, übereinanderliegenden Schichten angeordnet sind. Ein markantes Geotop in der Region ist der „Schieferfelsen an der Lehnamühle“, der eine Wechselfolge von graublauen und grüngrauen Phylliten (Schiefern) mit zwischengelagerten, dünnen, siltig-quarzitischen Bänken zeigt.“

Ein mysteriöser Tunnel fand meine Aufmerksamkeit bevor der Weg wieder zurück in die Zivilisation führte. Ich fand sogar einen, zugegeben sehr kurzen, Levadatunnel, Madeira ließ grüßen.

Von Lehnamühle ging es noch ein Stück bergauf zurück in den Wald, wo sich durch die inzwischen sehr flach stehende Abendsonne noch sehr schöne Lichteffekte ergaben.

Es begann ein kurzer Abstieg über kleine Serpentinen. Der am Beginn des Abstieges befindliche Aussichtspunkt heißt seit 1949 Bach-Goethe-Hain. Ich fragte auch hier ChatGPT wie der Stein vor 1949 hieß, er (oder sie oder es?) drückte es so aus: „Vor 1949 trug der Stein im heutigen Bach-Goethe-Hain den Namen des damaligen faschistischen Machthabers.“ Ich finde die Antwort nicht ganz korrekt, denn der Machthaber fand sein Ende bereits 1945, auch wenn der Name des Steins erst später geändert wurde, aber liebe KI, nobody is perfect.

Es war wohl noch nie eine gute Idee Plätze, Straßen und ähnliches nach Politikern zu benennen, Zeiten ändern sich und dann brauchts neue Namen.

Zurück in Neumühle konnte ich noch einige schön sanierte Baudenkmäler bestaunen bevor ich zurück zu meinem Parkplatz kam.

Es kühlte sich am Abend schnell ab und ich zog mich zurück ins Auto, machte Abendbrot und kroch schon bald in den Schlafsack.

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