Es wurde jetzt, Ende Januar, etwa halb Acht hell. Die morgendliche Warmduschzeit auf dem Campingplatz war eine Stunde von 9 – 10. Das war mir auf jeden Fall zu spät. Kalt duschen macht wenigstens munter und so kann man gut in den Tag starten. Heute stand „Fanal“, der Feenwald auf dem Programm. Dort erhoffte ich mir einige gute Schnappschüsse. Auf dem Weg dorthin kaufte ich noch etwas zu essen und bestaunte die Lavabecken und die Brandung in „Porto Moniz“ (die schaute ich mir immer wieder an wenn ich dort vorbei kam).



Dann ging es ab in den Zauberwald 😉. Das neblige Wetter ließ die alten Bäume wirklich märchenhaft aussehen.




Dieses kleine Wunder der Natur besteht aus über 1000 Jahre alten Lorbeerbäumen. Sie stehen nicht sehr dicht, durch das häufig feuchte Wetter sind dazwischen saftige Wiesen. Das Gras wird selten höher als 3 cm, weil frei laufende Kühe es kurz halten.


Ich bin in Bezug auf die Kühe zu einer Erkenntnis gekommen. Das sind alles verzauberte Prinzen, ich konnte es mit eigenen Augen sehen. Wenn man aufmerksam ist und sich ganz ruhig verhält, kann man die eine oder andere Fee entdecken. Hinter einem alten Lorbeerbaum versteckt, konnte ich selbst eine Fee mit ihrem Prinzen entdecken, sieh selbst.


Ich kann euch nur raten, nehmt Euch in Acht vor diesen Wesen. Als er Ihr den Ring ansteckte wurde er für immer verzaubert. Ich denke dass es so gewesen sein könnte, ach was: ich bin mir sicher. Im Übrigen halte ich diese beiden Bilder für die gelungensten meiner Reise. Bei diesem wunderbaren Naturwunder kann man echt ins Schwärmen geraten.



















Als ich irgendwann ungezählte Fotos der Bäume hatte, wollte ich mir noch die Grotte mit den 25 Wasserfällen ansehen aber die aus allen Nähten platzenden Parkplätze hielten mich davon ab. So fuhr ich weiter nach „Calheta“ an der Südküste der Insel. Dort wollte ich ein paar Fotos der kleinen Eidechsen schießen, aber die Biester zeigten sich nicht. Ich kaufte dort noch ein und holte mir eine Kleinigkeit zum Mittag.
Dann fuhr ich zurück auf den Campingplatz. Von dort aus waren es etwa 2 km auf der alten schmalen Küstenstraße durch einen kleinen Tunnel entlang bis zu dem kleinen Ferienhaus wo ich vor zwei Jahren das erste Mal eine Woche, gemeinsam mit meiner Frau, auf Madeira verbrachte. Entlang der alten Straße gibt es auch jede Menge Brandung zu bestaunen.




An der alten Straße standen auch einige Angler, die direkt von oben in die Brandung hinein angelten. Es waren ganz simple Montagen, eine dicke Pose darunter vier Haken auf denen jeweils ein kräftiges Stück Weißbrot gesteckt wurde und dann wurde so weit geworfen wir es die Rute hergab. Ich sah auch prompt wie ein kräftiger Fisch, den ich nicht bestimmen konnte, gelandet wurde. Leider ist das Foto dazu ziemlich miserabel geworden.

Weiter die Straße entlang wandernd kam ich immer wieder an Steinschlägen vorbei, die an dieser alten Straße nicht mehr weggeräumt werden. Dann gab es wieder einmal einen Wasserfall.



Danach ging es wieder auf die neue Küstenstraße und ich konnte unser ehemaliges Feriendomizil in Augenschein nehmen.




Beeindruckend auf Madeira ist nicht nur die tolle Natur, auch die in jüngerer Vergangenheit gebauten Straßentunnel- und Brücken, die die Insel verkehrstechnisch super erschließen. Dazu hier ein paar Zahlen des Ausbaus der Straßen VE1, VE2 und VE3:
- 127 Tunnel
- 80,7 km Gesamtlänge
- 1990 – 2000 gebaut

Dann ging es wieder zurück und ich erfreute mich ein weiteres Mal an der kräftigen Brandung.





Zuletzt führte der Weg zurück durch einen der alten Straßentunnel.

Es fing an zu dämmern, ich schrieb noch etwas an diesem Blog und dann ging es auch schon ins Bett.
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