Training an der Saale 14.11.2024

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Am Tag nach der Elsterwanderung war etwas Regen angesagt. Das war die Gelegenheit das Regenequipment nochmal zu testen. Einige Wochen zuvor war ich ja 3 Tage an der Mulde unterwegs. Dort war ich am letzten Tag in einen ordentlichen, lang anhaltenden Landregen geraten. Ich trug damals meinen langen Regenmantel hatte aber die Füße bzw die Schuhe nicht gegen den Regen geschützt. Da der Weg auch durch hohes Gras im Wald führte, war ich nach etwa zwei Stunden sehr nass und fing auch an zu frieren, ich war froh als ich in Zschetzsch angekommen war und mich erst einmal trocken legen konnte. Aus dieser Erfahrung heraus hatte ich dieses Mal ein paar leichte Überziehstiefel mitgenommen. Der Regen an der Saale was nur relativ kurz und auch mild, aber dennoch konnte ich spüren dass sich die Kombination ganz gut bewährt, denn ich behielt dadurch einfach trockene Füße.

Meine Saalewanderung begann in Bad Dürrenberg. Dort sind wir in diesem Jahr schon zweimal gewesen, denn auf dem Gelände des Gradierwerkes fand die Landesgartenschau statt und nach unserem ersten Besuch gefiel es uns so gut, dass wir im Spätsommer gleich noch einen zweiten Ausflug dorthin gemacht haben. Ich stellte mein Auto ab und begann die Wanderung an der Westseite der Saale flussaufwärts, denn der Durchgang am anderen Saaleufer war gesperrt.

Die ersten zwei Kilometer kannte ich bereits, denn wir hatten auf dem örtlichen Kanuverein schon einmal unser Lager aufgeschlagen. Die Saaleaue ist auf dieser Seite ähnlich flach und weit wie die Aue der Weißen Elster zwischen Profen und Zeitz.

In Wengelsdorf passierte ich die Anlegestelle, an der wir schonmal eine Bootstour gemacht hatten. Ich legte hier eine kleine Pause ein und dann ging es weiter. Der Weg entfernte sich von der Saale und führte wieder durch eine weite Aue.

An dieser Hütte legte ich die nächste Rast ein. Obwohl ich noch nicht mal annähernd die Hälfte des Weges gelaufen war, kochte ich mein Mittagessen und anschließend noch einen Glühwein.

Frisch gestärkt und innerlich gewärmt ging es weiter an Wiesen und Weiden vorbei.

In Schkortleben erfuhr ich von der traurigen Geschichte der Dorfkirche deren Erhaltung nicht gelungen war. Jetzt erinnern nur noch Ruinen an das einstige Gotteshaus.

Kurz hinter diesem etwas magisch anmutenden Ort wollte ich die Saale überqueren. Weil ich mir nicht sicher war ob man über die Eisenbahnbrücke laufen kann, hatte ich extra mein leichtes Packraft dabei. Ich musste es nicht aufblasen, die Brücke hatte einen Fußweg obwohl Outdooractive diesen nicht anzeigt.

Von nun an ging es wieder zurück nach Bad Dürrenberg. Auf dieser Seite der Saale hielt der Weg etwas mehr Abwechslung bereit. Es gab genau wie an der Elster Schilder an einem Naturlehrpfad, schmale Wege die durch den Wald am Ufer entlang führten, natürlich auch weite Ausblicke wie unter der Autobahnbrücke und dann wieder hübsche schmale Wege.

Nach dem Ort Vesta sah ich zu meiner großen Überraschung eine Kehrmaschine mitten durch den Wald fahren, um den asphaltierten Radweg zu kehren.

Kurz vor Bad dürrenberg wurde die Landschaft wieder weit und ich freute mich auch bald anzukommen, denn es fing schon an zu dämmern. In Bad Dürrenberg ärgerte ich mich noch ein wenig weil das Gelände der Landesgartenschau auch von dieser Seite abgesperrt war, so musste ich einen Umweg außen herum um das Gradierwerk wählen. Aber trotz dieses kleinen Ärgers kam ich gut und auch noch im Hellen auf dem Parkplatz an und war ein kleines bisschen stolz, am zweiten Tag wieder um die 20 km gewandert zu sein.

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