Am 26 November stand mein 60 Geburtstag an. Weil ich mir relativ wenig aus Geburtstagsfeiern mache, ich würde sogar sagen, ein Geburtstagsmuffel bin, hatte ich überlegt, in der Zeit eine Reise zu unternehmen. Um mich ein wenig auf die Wanderungen vorzubereiten absolvierte ich ein kleines Trainingsprogramm. Am 13. November hatte ich einen freien Tag und ich nahm mir vor, eine Wanderung entlang der Weißen Elster zu unternehmen. Startpunkt war der kleine Ort Profen, genauer gesagt die Gaststätte zur Eiche. Dort ist ein kleiner Parkplatz von dem man in höchstens einer Minute mitten in der Elsteraue ankommt.






Der Plan war, auf der Ostseite der Weißen Elster in Richtung Zeitz zu laufen und irgendwann eine Brücke zu suchen, um auf der Westseite wieder zurückzugehen. Der Weg führte mich zuerst zum Naturwehr der Weißen Elster, an welchem der Profener Elstermühlgraben abgeschlagen wird. Dort ging es noch einige hundert Meter Elster abwärts bis zur Brücke. Vor deieser Brücke steht ein schönes Holzkunstwerk, an welchem man eine Pause bzw ein Biwak machen kann. Das Zelten ist dort nicht offiziell erlaubt aber die kleine Wiese davor ist immer so schön gemäht, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es großen Ärger geben würde, wenn man dort für eine Nacht sein kleines Zelt aufbaut.





An diesem Rastplatz kam ich auf die andere Seite der weißen Elster und konnte flussaufwärts Richtung Süden wandern. Die Elsteraue ist hier sehr flach und der Blick verliert sich in der Weite.






Der Weg verlief manchmal direkt am Fluss und manchmal auch hinaus auf weite Felder. An einigen Stellen konnte man die Spuren des Bergbaus, der in dieser Gegend südlich von Leipzig sehr prägend war und zum Teil immer noch ist, erkennen. Auf der Karte hatte ich die Ortschaft Etzoldshain entdeckt, wo eine Burg eingezeichnet war. Deswegen entfernte ich mich etwas weiter vom Flusslauf, um das selbst mal in Augenschein zu nehmen.



Aus westlicher Richtung kommend, kam ich nicht an das Bauwerk heran, deswegen sah ich aus einiger Entfernung nur den mittelalterlichen Turm. Über ein abgeerntetes Feld bog ich nach rechts ab, damit ich wieder an den Fluss kam.



Der Weg führte an einer recht gepflegten Mühle entlang und schließlich erreichte ich die Elsterbrücke in Draschwitz. Dort legte ich am Flussufer eine Mittagspause ein.


Jetzt war es nach ungefähr 10 km Zeit umzukehren und sich auf den Rückweg zu begeben. Auf dieser Seite des Elstertals verläuft der Elsterradweg. Er ist asphaltiert und ich kam vorbei an einigen schön gestalteten Spiel- und Rastplätzen, sogar an einigen kleinen Holzkunstwerken, bis sich mein Weg in Profen endlich kreuzte.



















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