Alexander ist unterwegs

Reise- und andere Geschichten

Mit über 60 Jahren bin ich schon eine ganze Weile unterwegs und hoffe, dass noch einige Schritte dazu kommen

Kategorie: Abenteuer

Aktivitäten von ein bis zwei Tagen

  • Schon wieder Madeira (Teil 8) Campingplatz und Heimreise

    Schon wieder Madeira (Teil 8) Campingplatz und Heimreise

    Meine Woche in Madeira ist schon wieder zu Ende.  Ich glaube ich habe einiges über mich herausgefunden. Wenn ich keinen Begleiter habe, ist mir eine Woche auf einsamen Plätzen doch ziemlich öde.

    Da war das Mietauto einerseits ein großer Gewinn auch wenn es andererseits ein bisschen faul gemacht hat. Für das Fotografieren war es eine tolle Erleichterung, weil ich immer das Equipment, was ich nicht brauchte, im Auto lassen könnte.

    Es hat mir auch großen Spaß gemacht über  die zahlreichen Biwakplätze berichten zu können, um so vielleicht dem einen oder anderen eine Hilfe bei der Etappenplanung an die Hand zu geben. Hier nun auch zu guter Letzt noch die Beschreibung des Campingplatzes kurz vor Porto Moniz.


    Parque de Campismo

    Soviel ich weiß ist der Campingplatz in Ribeira da Janela der Einzige auf Madeira. Es ist gut gepflegt und sehr schön ausgestattet. Die Preise sind Stand Januar 2025 sehr moderat. Ein Zelt bis 4 m² kostet 3Euro/Nacht, eine Person kostet 3Euro/Nacht. Da kann man nicht meckern. Es gibt überdachte Sitzgelegenheiten, Grillmöglichkeiten, saubere WC-s , Duschen, WLAN und natürlich schöne ebene Stellplätze. Ein Bach fließt direkt vorbei in den Atlantik.

    Der Platz ist ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung der westlichen Insel, dabei ist es hilfreich ein Leihauto dabei zu haben. Allerdings kann man auf der Insel auch gut trampen. Um den östlichen Teil der Insel zu erkunden ist der Platz weniger geeignet.

    • Koordinatendezimal 32.854080 -17.155232
    • fließend Wasser, Außenwaschbecken, Innenwaschbecken
    • Duschen vorhanden, Warmwasser von 19 – 21 Uhr und von 9 – 10 Uhr
    • WC vorhanden und sauber, Wasserspülung
    • Feuer- oder Grillstellen vorhanden
    • Steckdosen vorhanden (meine Powerbank steck immer noch drin)
    • Es gibt gute Straßenanbindung über die VE2
    • Müllkübel sind vorhanden

    So, meine Reise ist zu Ende, es geht wieder nach Hause. Madeira hat mir wieder gut gefallen. Jetzt freue ich mich, wenn bald das Frühjahr zurückkommt und es neue Paddeltouren gibt aber vielleicht versuche ich es nochmal mit dem GR221.

    Wie bereits geschrieben, auch die Variante mit eigenem Auto hat seine Reize. Für mich war es interessant, weil ich etwas aktiver fotografieren wollte. Mit Auto muß man nicht so sehr auf das Gewicht achten und muss sich keine Sorgen machen, dass die Kameraausrüstung naß wird.

    Chiao Madeira!

  • Schon wieder Madeira (Teil 7) Doch noch einmal Rabacal

    Schon wieder Madeira (Teil 7) Doch noch einmal Rabacal

    An meinem letzten Madeira Tag nahm ich noch mal einen Anlauf zur Grotte  der 25 Wasserfälle. Ich stand noch bei Dunkelheit auf, machte Kaffee und Frühstück und dann ging es auch schon los. Es war wieder eine fantastische Sicht auf der Hochebene.

    Ich parkte nicht an dem riesigen Parkplatz auf dem Hochplateau, sondern fuhr wieder ein Stück nach unten in Richtung „Canical“. Dort gibt einen sehr bequemen Weg durch einen Levadatunnel, dadurch hat man auf der gesamten Strecke vielleicht 25 Höhenmeter. Das macht die Wanderung selbst für Faule sehr bequem.

    Der Tunnel ist entspannt zu laufen, denn er ist groß und man läuft an einer kleinen Mauer neben dem Wasser. Weiter oben verläuft noch ein dickes Rohr so dass es keine Möglichkeit gibt ins Wasser zu fallen. Nach einem Kilometer im Tunnel waren die Schuhspitzen etwas nass, weil der Boden dort teilweise mit Pfützen bedeckt war. Bei dem wunderbaren, sonnigen Wetter waren sie im Nu wieder trocken.

    Diese Lewada ist mit gekrümmten Bäumen herrlich überwachsen, hier läuft es sich sicher auch bei Sommerhitze gut. Je näher ich der Attraktion des Weges kam, je mehr Touristen (war schließlich selbst einer) begegnete ich. An der Grotte angekommen versuchte ich wenigstens ein Foto ohne Menschen zu schießen, was auch halbwegs gelang. Das Foto ist wieder mit Graufilter und einer Minute Belichtungszeit aufgenommen. Diese rosaroten leichten Schlieren in der Mitte des Bildes stammen von einem Mädchen welches ständig vor mir rumlief. Durch die lange Belichtungszeit sind nur diese Farbspuren auf das Bild gekommen.

    Ich nahm einen anderen Rückweg mit ein paar Höhenmetern und prompt habe ich mich beim Abstieg hingelegt. Zum Glück war nichts weiter passiert, nur der Unterarm schwoll an. Das Ganze war vorauszusehen denn durch meine Faulheit  auf dem Campingplatz zu bleiben, ließ ich natürlich mein Zelt aufgebaut. Dort standen nun die Trekkingstöcke als Zeltstangen. Ich nehme sie wirklich gern beim Wandern, das muss ich in Zukunft anders organisieren.

    Ohne weitere Stürze landete ich gesund und munter am Auto und fuhr weiter runter nach „Canical“. Dort kaufte ich noch was zu essen und konnte wenigstens noch eine Eidechse erwischen. Die Biester waren offensichtlich schön durch die Sonne des Tages aufgeladen, so dass sie unheimlich fix unterwegs waren.

    Danach fuhr ich in Richtung Campinglatz. Der nicht mit Tunneln ausgebaute Serpentinenweg führt über „Ponta do Pargo“. Dort markiert der Leuchtturm den westlichsten Punkt der Insel. Dort gibt es schöne Steilküsten und Brandung zu sehen und ich experimentierte wieder mit dem großen Teleobjektiv.

    Den Leuchtturm fotografieren alle, ich hebe es bei der Windfahnen belassen.

    Vom Berg abwärts ergaben sich tolle Aussichten auf „Porto Moniz“ mit viel Brandung.

    Unten hielt ich nochmal an und stalkte die Lavabecken vor denen es bei der Flut auf Ihrem Höhepunkt tolle Wasserspiele und auch einige Feen zu beobachten gab.

    So ging der letzte Tag zu Ende. Morgen stand nur noch die Rückreise auf dem Programm.

  • Schon wieder Madeira (Teil 6) Spezial –  Biwakplätze 2

    Schon wieder Madeira (Teil 6) Spezial –  Biwakplätze 2

    Ein Biwakplatz fehlte noch auf der westlichen Hochebene. Das Wetter war etwas neblig und teilweise war auch leichter Sprühregen. Deswegen frühstückte ich wieder auf dem Campingplatz. Diesmal konnte ich nicht bis zu dem Platz welchen ich noch erkunden wollte fahren, sondern mußte etwa 3 km laufen. Mit geländegängigen Allradfahrzeugen würde man wohl bis dorthin kommen, aber erstens hatte ich keinen solchen und ich wollte ja auch noch etwas wandern. Ich fuhr also bis Etanquinhos und startete von dort meine Wanderung zum Platz Caramujo.

    Es ging bei schneidendem kalten Wind und Sprühregen 3 km und 350 Höhenmeter nach unten. Die nach Caramujo hier vorgestellten Plätze habe ich bei vorherigen Reisen bzw. an vorherigen Tagen dieser Reise besucht.

    Caramujo

    Der Platz ist auf seine Art sehr besonders. Er hat praktisch nichts an etwas Komfortähnlichem zu bieten, nicht einmal eine Bank. Die Feuerstelle in der Mitte des kleinen freien Platzes ist illegal und man sollte sich schwer überlegen ob man sich über das Verbot des Feuermachens hinwegsetzen sollte. Das Risiko hier mal den Wald anzufackeln ist nicht gering, auch wenn es am Tag meines Besuchs sehr feuchtes Wetter war. Es scheint ein alter, verlassener, verwilderter, ehemaliger Berghof zu sein. Die Ruinen sind nicht benutzbar. Ich habe in der Nähe jetzt keine Wasserstelle gesehen, es ist aber nicht ausgeschlossen das es da etwas gibt. Es passen etwa um die drei Zelte hin, aber es ist auch sehr naß und etwas schlammig hier, das muss man mögen, so romantisch wie es auch aussieht.

    • Koordinaten dezimal 32.772535 -17.062508
    • kein Wasser
    • kein WC vorhanden, Spaten muß man dabei haben
    • Es gibt keine offizielle Feuer- oder Grillstelle
    • Es gibt keine Straßenanbindung, auch wenn es auf dem Schild steht (außer man hat einen Lada Niva dabei)
    • Es ist kein Müllkübel vorhanden

    Textunterbrechung für die Vorstellung weiterer Biwakplätze die ich nicht an diesem Tag besuchte

    Ponta de São Lourenço

    Den Platz hatte ich am Anfang dieser Reise und bei meiner letzten Reise besucht. Der Platz ist natürlich am Atlantik toll gelegen und erstaunlich gut windgeschützt (auf den ersten beiden Bildern das Rondell). Ob das bei starkem Wind aus Südwest auch gilt weiß ich nicht. Es passen etwa 5 Zelte hin und hier habe ich immer Leute getroffen. Die ersten Tageswanderer kommen schon kurz vor der Dämmerung aber Nachts ist es ein ruhiger Platz und halt herrlich gelegen, ein Muss. Auch wenn der Boden nicht so aussieht, man bekommt Heringe rein. Vom Parkplatz São Lourenço aus sind es knapp 4km. Tagsüber gibt es Toiletten im etwa 200m entfernten Restaurant

    • Koordinaten dezimal 32.743415 -16.701037
    • kein Wasser, da findet man auch nichts
    • kein WC vorhanden, Spaten muß man dabei haben oder tagsüber in das Restaurant gehen
    • Es gibt keine offizielle Feuer- oder Grillstelle (und auch kein Holz weit und breit)
    • Es gibt keine Straßenanbindung 4km zu Fuß
    • Es ist kein Müllkübel vorhanden

    Chão das Feiteiras

    Ein sehr großer Platz mit zahlreichen Wiesenflächen an der Straße ER103 im östlichen Teil der Insel gelegen. Ich war dort am zweiten Tag meiner Reise und habe mich dort sehr wohl gefühlt. Bei gutem Wetter hat man einen fantastischen Blick auf den Pico de Areero.

    • Koordinaten dezimal 32.722740 -16.886777
    • Wasserhähne sind vorhanden, lief aber nicht
    • kein WC vorhanden, Spaten muß man dabei haben
    • offizielle Feuer- oder Grillstellen vorhanden, genug Holz in der Nähe
    • Müllkübel vorhanden

    Fanal

    Der märchenhafte Platz ist an der ER209 gelegen. Es ist einfach fantastisch einmal früh am Feenwald den Sonnenaufgang zu erleben. Tagsüber sind zahlreiche Touristen unterwegs. Inzwischen ist aber der Parkplatz etwas verlegt worden, so dass nur weniger Leute an den ausgewiesenen Biwakplatz kommen. Ich habe dort vor einem Jahr (Anfang 2024) bei traumhaftem Wetter einschließlich Sternenhimmel geschlafen. Man muss natürlich auf die Kuhfladen achten die es dort reichlich gibt, die sind aber auch nicht zu übersehen.

    • Koordinaten dezimal 32.809785 -17.140850
    • Wasser vorhanden
    • kein WC vorhanden, Spaten muß man dabei haben
    • offizielle Feuer- oder Grillstellen vorhanden
    • Müllkübel vorhanden

    Chão dos Louros

    Der Platz ist an der ER228 im mitte-westlichen Teil der Insel gelegen. Es gibt viele Stellplätze auf Wiesen, auf denen auch immer wieder Bäume stehen. Ich  habe dort Anfang 2024 geschlafen und war auch 2025 kurz dort. Des Platz macht einen ungepflegten Eindruck. Die WC-s verdienen den Namen nicht. Die sind wohl noch nie gereinigt worden. Ansonsten ist der Platz brauchbar.

    • Koordinaten dezimal 32.759899 -17.016369
    • Wasser vorhanden
    • WC-s vorhanden aber völlig unbrauchbar, Spaten muss man dabei haben
    • Feuer- oder Grillplätze vorhanden
    • Müllkübel vorhanden

    Rabaçal

    Der Platz in Rabacal ist sehr schön gelegen, ist aber nicht mit dem eigenen Auto zu erreichen. Tagsüber sind dort eine Menge Touristen unterwegs. Lustigerweise steht dort ein Schild welches eine Campinglizenz fordert, auf der Regierungshomepage ist der Platz allerdings nicht gelistet, der Wirt wußte auch nichts genaueres, er meinte: einfach hinstellen. Ich habe mich einfach an einem anderen Platz angemeldet. Ein WC kann man tagsüber in der fünfzig Meter entfernten Kneipe finden. Es ist ein schöner Startpunkt um die Grotte der 25 Wasserfälle bei Sonnenaufgang für sich zu haben ( im dunklen losgehen, sonst keine Chance).

    • Koordinaten dezimal 32.761439 -17.134080
    • Wasser vorhanden
    • keine WC-s vorhanden, Spaten muss man dabei haben, tagsüber in benachbarten Restaurant
    • Feuer- oder Grillplatz vorhanden
    • Müllkübel vorhanden

    Boca do Risco – Machico

    Dies ist ein kleiner Platz auf der nordöstlichen Seite der Insel ohne eine Straße in der Nähe. 3 km im Süden ist der Ort Machico gelegen. Der kleine Biwakplatz ist nicht offiziell von der portugisischen Regierung autorisiert. Ich habe ihn auf Outdooractive gefunden. Es ist eine kleine ebene Fläche an den Klippen mit Blick auf den Atlantik. Ich hatte mich bei viel Wind hinter den Ginsterbüschen versteckt. Mir hat es für eine Nacht gut gefallen als ich im November 2024 dort war.

    • Koordinaten dezimal 32.755502 -16.772765
    • kein Wasser vorhanden
    • keine WC-s vorhanden, Spaten muss man dabei haben
    • kein Feuer- oder Grillplatz vorhanden
    • kein Müllkübel vorhanden

    Weiter im Text des 4. Tages

    Nach der Besichtigung von Caramujo ging es nun wieder 350 Höhenmeter aufwärts. Die erste sehr kurze Strecke war recht romantisch.

    Dann ging es bei feuchtem, kaltem Wetter wieder auf die Schotterstraße, die, wenn man genau hinschaute, auch hübsche kleine Dinge bereit hielt.

    In der Karte waren zwei Aussichtskunkte mit tollem Weitblick angepriesen die ich Dir hier nicht vorenthalten will.

    Oben angekommen hatte ich schon ein bisschen Hunger, es ging ja auch schon auf 13 Uhr hin. Dadurch dass ich den ganzen Rückweg über bergauf gelaufen bin war mir zwar warm, aber ich wollte einen trockenen Platz haben und so bin ich zu dem gestern erkundeten Platz Bica da Cana gefahren um es mir in dem Grillhaus etwas windgeschützt gemütlich zu machen. Ich stellte fest, dass es für das Grillhaus Öffnungszeiten gibt, konnte aber nicht ermitteln ob da tatsächlich jemand zum zuschließen kommt.

    Nach dem Essen nahm ich mir noch eine kleine Wanderung zu einer Levana vor die die ich am Biwakplatz Ribeira do Alecrim startete. Es ging ein Stück über flaches fahles Land mit Ginster und dann ein paar Höhenmeter runter. Die Levada wurde offensichtlich zur Trinkwasserversorgung genutzt, man sah einige Leitungen welche dort verbaut waren.

    Dann kam ein Wasserfall den ich für mich allein hatte und ich konnte ein paar Fotoexperimente machen. Wen es interessiert: das erste Bild ist mit 1/4000Sekunde, das zweite Bild, mit einem starken Graufilter vor dem Objektiv, mit 60Sekunden belichtet

    Ich nahm einen anderen Rückweg, erst wollte ich einen kleinen Canyon Lajeado hinabsteigen, aber ganz Allein habe ich mich nicht getraut ganz hinunter zu klettern.

    Als ich über die Hochebene zurück zum Auto gelaufen bin fielen mir die vielen Steine auf und ich habe Sie mal in Szene gesetzt unter dem Motto: Kleiner Stein ganz groß!

    So ging mein Tag langsam zu Ende und ich fuhr zurück.